Spatenstich an der Harmonie am 22. Juli 2016

 

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 Jetzt geht`s los! - Spatenstich zum Baubeginn an der Harmonie in Lorch

Rund 120 Personen waren letzten Freitag gekommen um den Baustart an der Lorcher Harmonie zu feiern. Ermutigt durch vielfältigen Rückhalt macht die Süddeutsche Gemeinschaft Lorch und Waldhausen jetzt einen ersten Schritt, mit dem Rohbau für den Anbau und der Sanierung der Gasthausräume der Harmonie in Lorch zu starten.

„Groß Werk braucht Einigkeit“ in dieser Aussage steckt viel Wahres. Denn nur wo viele an einem Strang ziehen, kann man Impulse setzen.

Die große Unterstützung der Projektidee zeigt sich in vielerlei Hinsicht:

  • 2013, als der Gedanke erstmals aufkam, war ein finanzieller Grundstock von 300.000 € vorhanden. Heute bei Baubeginn, hat sich der Spendenstand auf 800.000 € erhöht.
    Hinter dieser Zahl steht eine Vielzahl an Spendern, aber auch Aktionen des eigens gegründeten Fördervereins Harmonie. Diese reichen von „Hör mal im Denkmal“ mit Kleinkunst bis zum Verkauf von „Selbstgemachtem“ mit vielen kreativen Ideen wie Schmuck, Deko oder auch Wollsocken und Marmelade.
  • Oder die vielen fleißigen Helfer, die an der Harmonie Hand anlegen und bei der Sanierung ihr Fachwissen und ihre praktische Hilfe mit einbringen. Wenn viele Leute an einem Strang ziehen und sich mit ihren Begabungen einbringen,  ist auch ganz viel möglich.

Dies wurde auch in den Ansprachen deutlich, Dietmar Kamlah, der erste Vorsitzende des Süddeutschen Gemeinschaftsverbandes und Dieter Jäschke, Geschäftsführender Gemeinschaftspastor im Bezirk Schorndorf-Göppingen sprachen von der anfänglichen Skepsis, ob das Projekt in dieser Größenordnung für Lorch zu stemmen sein könnte. Trotzdem haben beide die Projektidee wohlwollend unterstützt und freuen sich, dass es jetzt für einen ersten Bauabschnitt losgehen kann.

Der seit vielen Jahren gehegte Wunsch nach einem Haus, indem die sonntäglichen Gottesdienste, aber auch vielerlei Gruppen und Kreise quer durch alle Generationen stattfinden können, kann jetzt Wirklichkeit werden. „Gott hat vieles gut gelenkt“, so  Jäschke und heute komme es ihm so vor, als ob Gott jetzt hinter dem langjährigen Wunsch der Gemeinde: „Wir brauchen ein Haus!“ sein Ausrufezeichen dazu gesetzt hat.  

Doch von Anfang an war Teil der Idee, die denkmalgeschützte Harmonie nicht nur für die eigenen Gruppen zu nutzen, sondern die historischen Gasthausräume auch für die Bevölkerung wieder zugänglich zu machen. „Begegnungsräume für alle Generationen“ sollen entstehen. Darauf ging Architekt Martin Klaiber vom Architekturbüro Klaiber & Oettle in seiner Rede ein. Aus dieser Aufgabenstellung wurde der Plan entwickelt, die alten Räume in Verbindung mit einem Anbau, bestehend aus Foyer und Saalneubau, zu ergänzen um so viele Möglichkeiten der zeitgemäßen Nutzung zu eröffnen und gleichzeitig Barrierefreiheit zu gewährleisten.

Nach den Ansprachen folgte der „Hauptakt“ des Abends, der Spatenstich.
Architekt Klaiber, Bauunternehmer Fuchs, SV-Vorsitzender Kamlah griffen zum Spaten sowie Simone Zinßer als Repräsentantin der Gemeindeleitung. Dazu ein Querschnitt aller Generationen aus der Gemeinde: Fritz Neumaier als Vertreter der Senioren, Manuel Geppert als Jugendlicher und zwei Kinder. Mit dem Start-Ruf: „Jetzt geht´s los“ legten die Beteiligten tatsächlich los und gruben die ersten Löcher! 

  In diesem Augenblick setzte der Posaunenchor aus Börtlingen mit dem Klassiker „Nun danket alle Gott“ ein. Gleichzeitig kamen Jugendliche aus der Harmonie mit Sekt und O-Saft und luden zum Umtrunk ein.

 

Danach gab es bei der anschließenden fröhlichen Hocketse auf der Poststraße und auf dem angrenzenden Grünstreifen „Runde Wecken“ mit Leberkäse und Crêpes. 

 

 Vergessen werden darf auch an einem solchen Tag nicht, dass die Bausumme von 1,8 Mio € eine riesige Herausforderung darstellt.
Die Süddeutsche Gemeinschaft ist eben kein Wirtschaftsunternehmen, sondern eine gemeinnützige Arbeit, dessen eigentlicher Auftrag es ist, für Menschen in ganz unterschiedlichen Lebenssituationen da zu sein. Es darf am Ende nicht sein, dass die Arbeit von der finanziellen Last erdrückt wird. Deshalb ist jede Unterstützung für das Projekt ein wichtiger Beitrag zum Gelingen.

Als Ziel haben sich die Verantwortlichen gesteckt, dass die Bauarbeiten, auch im Blick auf die Rems-Gartenschau, spätestens bis 2019 abgeschlossen sind. Die Harmonie soll bis dahin in neuem Glanz erstrahlen und so wieder zu einem Aushängeschild für die Stadt werden. Wie vor 100 Jahren soll die Harmonie ein beliebter Treffpunkt werden - ganz nach dem Projektmotto „Räume voller Leben“.

Bis dorthin wartet jetzt erst mal viel Arbeit. Um diese bewältigen zu können, braucht es die Tatkraft der Lorcher. Wenn es in der Harmonie klopft und staubt, sind alle eingeladen hereinzuschauen und mit anzupacken. Die Stimmung ist immer fröhlich und ein Vesper zur Stärkung wartet auch.

 

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